Ein kompetentes und engagiertes Team ist der Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg und zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Zielgerichtete Employer-Branding-Strategien sorgen nicht nur dafür, dass sich ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt positioniert und offene Stellen schnell mit passenden Talenten besetzt, sondern stärken auch die Wertschätzung und Zufriedenheit von bestehenden Mitarbeitenden..
Wer sich wertgeschätzt und mit der tatsächlich gelebten Unternehmenskultur verbunden fühlt, bleibt motivierter, arbeitet engagierter und bleibt dem Unternehmen langfristig treu. Dadurch wird wertvolles Know-how im Unternehmen gehalten, kostenintensive Fluktuation reduziert und eine starke Unternehmenskultur gefördert – Faktoren, die sich direkt auf Produktivität, Innovationskraft und auf ein positives Betriebsklima auswirken.
In diesem Blogartikel zeigen wir, wie ganzheitliches Employer Branding in fünf Schritten funktionieren kann.
Warum ist Employer Branding so wichtig?
“Employer Branding” ist viel mehr als nur ein Schlagwort – es ist eine strategische Notwendigkeit, die im Arbeitsalltag gelebt und angewendet wird und sich in einem dynamischen Prozess stetig weiterentwickelt. Unternehmen, die in ihre Arbeitgebermarke investieren, profitieren nicht nur von einer größeren Auswahl an qualifizierten Bewerbenden, sondern stärken auch die Bindung zu bestehenden Mitarbeitenden und somit ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels ist es von entscheidender Bedeutung, eine authentische und attraktive Arbeitgebermarke zu etablieren und sichtbar zu machen, die sowohl potenzielle neue Talente als auch bestehende Mitarbeitende überzeugt.
Wie kann ein Unternehmen Mitarbeitende halten und neue Talente für sich gewinnen?
Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmenden. Die Community-Umfrage von goodjobs.eu (Link: https://www.instagram.com/p/C0PSYb9s3XX/?img_index=1) hat einige spannende Faktoren für die langfristige Bindung von Mitarbeitenden identifiziert:
- Außendarstellung und Realität müssen übereinstimmen
- Gute Führung, Vertrauen und Wertschätzung durch Vorgesetzte
- Work-Life-Balance fördern
- Mehr Urlaubstage als das gesetzliche Minimum
- Ein motivierendes Team, faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen
- Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeit und Arbeitsort
- Identifikation mit der Vision und den Werten des Unternehmens
- Weniger Leistungsdruck, ein wertschätzendes Arbeitsklima und Sicherheit
- Selbstständiges Arbeiten und Entwicklungsmöglichkeiten
Diese Faktoren zeigen, dass Employer Branding nicht nur nach außen, sondern auch nach innen wirken muss. Beim Thema Employer Branding geht es nicht bloß um Benefits oder eine attraktive Außendarstellung für kurzfristig vermeintlich erfolgreiches Recruiting, sondern vor allem auch um die Beziehung zu den bestehenden Mitarbeitenden und um eine ehrliche Bestandsaufnahme, wie das Unternehmen als Arbeitgeber von den Mitarbeitenden im Arbeitsalltag wahrgenommen wird.
Die fünf Schritte einer erfolgreichen Employer-Branding-Strategie
Schritt 1: Entwicklung einer ganzheitlichen Employer-Branding-Strategie
Bevor Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um sich im Internet oder auf Social Media mit Recruiting-Maßnahmen zu präsentieren, sollten sie ihre Arbeitgebermarke definieren. Dazu kann eine Befragung zur Zufriedenheit der bestehenden Mitarbeitenden hilfreich sein.
- Wofür steht das Unternehmen als Arbeitgeber und wie wird es wahrgenommen?
- Was sind die Unternehmenskultur und Werte?
- Welche Benefits bietet das Unternehmen?
Eine klare Strategie baut auf einem ehrlichen Fundament und stellt dadurch sicher, dass Employer-Branding-Maßnahmen wirklich langfristig erfolgreich wirken und nicht nur kurzfristige Image-Kampagnen sind. Anonymisiertes Feedback von bestehenden Mitarbeitenden kann hier eine solide Basis bieten und Stärken und Schwächen des Unternehmens als Arbeitgeber leicht identifizierbar machen.
Schritt 2: Definition der Markenkommunikation und der Employer Value Proposition (EVP)
Die Employer Value Proposition (EVP) ist das zentrale Versprechen an aktuelle und zukünftige Mitarbeitende. Sie sollte einzigartig und authentisch sein. Die EVP beantwortet Fragen wie:
- Warum sollten Talente gerade hier arbeiten und nicht woanders?
- Was macht das Unternehmen besonders?
Die interne und externe Kommunikation muss konsistent sein, um ein authentisches Arbeitgeberimage aufzubauen und zu transportieren. Dies geschieht zum Beispiel mit passenden Botschaften auf Karriereseiten oder in den Social-Media-Kanälen, aber auch innerhalb der Unternehmenskommunikation mit dem bestehenden Team.
Schritt 3: Erstellung von Content-Marketing-Ideen
Authentischer und ansprechender Content ist essenziell, um Talente zu begeistern und bestehende Mitarbeitende zu binden. Mögliche Inhalte sind:
- Mitarbeiter*innen-Interviews mit gezielten Fragen (“Warum arbeitest du gerne hier?”)
- Behind-the-Scenes-Einblicke in den Arbeitsalltag (“Ein Tag als XY”)
- Erfahrungsberichte von Mitarbeitenden (“Wie bist du zu uns gekommen?”)
- Karrieretipps und Weiterbildungsangebote
- Einblicke in die Einarbeitung oder Onboarding-Programme
Schritt 4: Recruiting neuer Arbeitskräfte durch Social Media und digitale Kanäle
Social Media Recruiting spielt eine tragende Rolle im Employer-Branding-Prozess. Mit zielgerichteten Kampagnen und kreativen Inhalten können Unternehmen ihr bestehendes Team mit einbeziehen und begeistern und gleichzeitig gezielt passiv suchende Talente auf sich aufmerksam machen. Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder TikTok bieten dafür verschiedene Möglichkeiten:
- Instagram & TikTok: Authentische Einblicke und Employer-Branding-Videos
- Facebook-Seiten oder Gruppen: Regionale oder branchenspezifische Vernetzung
- LinkedIn & Xing: Fachkräfte und Professionals ansprechen
- Karriereseiten & Jobportale: Optimierung der Bewerbungsprozesse sicherstellen
Schritt 5: Personalmarketing und Bindung von bestehenden Mitarbeitenden
Unternehmen müssen jederzeit sicherstellen, dass Mitarbeitende langfristig zufrieden bleiben. Wichtige Maßnahmen dafür sind regelmäßige Befragungen und Feedbackrunden, gute Weiterbildungsmöglichkeiten und die Aussicht auf Karriereentwicklung, flexible Arbeitsmodelle und Gesundheitsförderung sowie Teamevents.
Fazit: Employer Branding ist eine Investition in die Zukunft
Eine starke Employer-Branding-Strategie ist kein „Nice-to-have“, sondern eine essenzielle Investition in die Zukunft eines Unternehmens. Wer seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern möchte, sollte nicht nur auf kurzfristige Recruiting-Maßnahmen setzen, sondern stattdessen auf eine nachhaltige Strategie bauen, die die Unternehmenskultur sowie die Bindung von bestehenden Mitarbeitenden gleichermaßen stärkt.
Wer seine Arbeitgebermarke strategisch entwickelt, gezielt kommuniziert und konsequent pflegt, sichert sich nicht nur die besten Talente, sondern auch eine langfristig erfolgreiche Unternehmenskultur.
Wir helfen Unternehmen dabei, die Stärken und Schwächen ihrer Arbeitgebermarke zu identifizieren und auf Social Media erfolgreich und authentisch zu kommunizieren. Sichere dir jetzt mit den richtigen Maßnahmen nachhaltigen und langfristigen Erfolg.