1. Allgemeines
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen Social media’s finest GmbH & Co. KG (im Folgenden „Anbieter“) und ihren Kunden (im Folgenden „Kunde“).
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
2. Leistungsbeschreibung
2.1. Der Anbieter erbringt Dienstleistungen im Bereich Social-Media-Marketing, darunter:
- Strategische Beratung und Zielgruppenanalyse,
- Erstellung und Veröffentlichung von Content (Texte, Grafiken, Videos),
- Kampagnenplanung und -management (organisch und bezahlt),
- Durchführung von Schulungen und Workshops,
- Unterstützung bei der Entwicklung einer langfristigen Social-Media-Strategie.
2.2. Der genaue Leistungsumfang wird im jeweiligen Vertrag oder Angebot festgelegt und individuell auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt.
2.3. Der Kunde verpflichtet sich, alle für die Leistungserbringung notwendigen Informationen, Daten und Materialien rechtzeitig bereitzustellen. Verzögerungen, die durch verspätete Mitwirkung des Kunden entstehen, können den vereinbarten Zeitplan beeinflussen und begründen keinen Verzug des Anbieters.
2.4. Leistungen, die über den im Vertrag festgelegten Umfang hinausgehen, können nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung erbracht werden und werden gesondert vergütet.
2.5. Der Anbieter übernimmt keine rechtliche Prüfung von Inhalten oder Kampagnen und haftet nicht für etwaige rechtliche Verstöße, die durch den Kunden verursachte Inhalte betreffen.
2.6. Der Anbieter ist berechtigt, die vereinbarten Leistungen durch Dritte (z. B. Freelancer, Partneragenturen) erbringen zu lassen, sofern der Kunde nicht ausdrücklich widerspricht.
2.7. Der Erfolg der durchgeführten Maßnahmen hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Marktdynamik, der Mitwirkung des Kunden und der Zielgruppenreaktionen. Der Anbieter verpflichtet sich, alle Maßnahmen nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen, kann jedoch keine spezifischen Resultate garantieren.
2.8. Der Anbieter haftet nicht für Verzögerungen oder Einschränkungen, die durch externe Plattformen, Softwareausfälle oder Änderungen der Algorithmen von Social-Media-Plattformen verursacht werden.
2.9. Der Anbieter bietet dem Kunden bis zu zwei Feedbackrunden für jeden Meilenstein an. Weitere Änderungen können gegen Aufpreis erfolgen.
2.10. Konzepte und Strategien, die vom Anbieter entwickelt und dem Kunden vorgestellt werden, bleiben geistiges Eigentum des Anbieters, sofern sie nicht explizit vom Kunden beauftragt und vergütet wurden.
3. Vertragsschluss
3.1. Angebot und Annahme
Ein Vertrag zwischen dem Anbieter und dem Kunden kommt zustande, wenn:
- Der Kunde ein schriftliches Angebot des Anbieters annimmt, oder
- Der Anbieter eine schriftliche Bestätigung eines vom Kunden erteilten Auftrags übermittelt.
Ein Vertrag kann sowohl in physischer als auch in digitaler Form abgeschlossen werden (z. B. durch E-Mail).
3.2. Vertragsbestandteile
Grundlage der Zusammenarbeit sind diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie das Angebot, die Leistungsbeschreibung und gegebenenfalls weitere schriftliche Vereinbarungen (z. B. Workshops, Kampagnenpläne). Im Falle eines Widerspruchs haben individuelle Vereinbarungen Vorrang vor den AGB.
3.3. Vertragsschluss durch Dritte
Sollte ein Vertrag im Namen des Kunden durch eine dritte Person abgeschlossen werden, garantiert diese Person, dass sie dazu berechtigt ist. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch einen unberechtigten Vertragsabschluss seitens Dritter entstehen.
3.4. Widerruf und Änderungen
Der Kunde hat das Recht, ein Angebot vor dessen Annahme ohne Angaben von Gründen zu widerrufen. Nach Vertragsabschluss sind Änderungen am Leistungsumfang nur mit beiderseitiger Zustimmung und gegebenenfalls durch Anpassung des Honorars möglich.
3.5. Korrekturen vor Vertragsabschluss
Fehler in Angeboten oder schriftlichen Unterlagen (z. B. Rechtschreibfehler, Rechenfehler) können vom Anbieter auch nachträglich korrigiert werden, ohne dass dies den Vertrag ungültig macht.
3.6. Vertragssprache
Die Vertragssprache ist Deutsch, es sei denn, es wird ausdrücklich eine andere Sprache vereinbart. Übersetzungen dienen nur der Information und sind nicht rechtsverbindlich.
3.7. Vertragslaufzeit bei Social-Media-Betreuung
Für die Social-Media-Betreuung gilt:
- Es wird eine 3-monatige Testphase vereinbart, in der beide Parteien jederzeit und ohne Angabe von Gründen kündigen können.
- Nach Ablauf der Testphase gilt eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten oder einem Jahr (je nach Vereinbarung).
- Der Vertrag verlängert sich automatisch um die vereinbarte Laufzeit, wenn nicht mindestens 1 Monat vor Ablauf schriftlich gekündigt wird.
3.8. Abschluss über Online-Plattformen
Sofern der Vertrag über eine Online-Plattform oder ein Buchungstool abgeschlossen wird, gelten die dort angegebenen Bedingungen zusätzlich zu diesen AGB. Im Falle eines Widerspruchs gelten die AGB vorrangig.
3.9. Leistungsbeginn
Die Erbringung der vereinbarten Leistungen beginnt erst nach:
- Schriftlicher Annahme des Vertrags durch beide Parteien,
- Bereitstellung aller relevanten Informationen durch den Kunden, und
- Eingang einer eventuell vereinbarten Anzahlung.
3.10. Speicherung des Vertrages
Der Anbieter ist berechtigt, Vertragsdokumente und zugehörige Unterlagen in digitaler Form zu speichern, um die Zusammenarbeit zu dokumentieren und die Einhaltung gesetzlicher Pflichten zu gewährleisten.
3.11. Rechtswirksamkeit
Sollte eine Klausel dieser AGB oder des Vertrags unwirksam sein, bleibt die Rechtswirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.
4. Pflichten der Parteien
4.1. Pflichten des Anbieters
- Der Anbieter verpflichtet sich, die vereinbarten Leistungen fachgerecht, termingerecht und nach bestem Wissen und Gewissen zu erbringen.
- Der Anbieter informiert den Kunden rechtzeitig über Änderungen, Verzögerungen oder Probleme, die die Leistungserbringung betreffen.
- Der Anbieter stellt dem Kunden die für die Zusammenarbeit notwendigen Unterlagen, Zugangsdaten oder Informationen zur Verfügung.
4.2. Pflichten des Kunden
- Der Kunde verpflichtet sich, alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Daten und Materialien rechtzeitig und vollständig bereitzustellen.
- Der Kunde stellt sicher, dass die bereitgestellten Inhalte keine Rechte Dritter verletzen und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.
- Der Kunde gewährt dem Anbieter Zugang zu relevanten Systemen oder Tools (z. B. Social-Media-Accounts, Werbeplattformen), sofern diese für die Leistungserbringung erforderlich sind.
- Der Kunde sorgt für die rechtzeitige Prüfung und Freigabe von Zwischenergebnissen, Konzepten und Entwürfen, um Verzögerungen zu vermeiden.
4.3. Mitwirkungspflichten des Kunden
- Der Kunde stellt sicher, dass Ansprechpartner für Rückfragen und Abstimmungen verfügbar sind.
- Der Kunde informiert den Anbieter unverzüglich über Änderungen, die den vereinbarten Leistungsumfang oder die Zielsetzung betreffen könnten.
4.4. Freigaben und Abnahmen
- Der Kunde hat Zwischenergebnisse oder Endergebnisse innerhalb von 5 Werktagen zu prüfen und schriftlich freizugeben. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Rückmeldung, gelten die Ergebnisse als genehmigt.
4.5. Verantwortlichkeit für Inhalte
- Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für die Richtigkeit, Rechtmäßigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Inhalte.
- Der Anbieter übernimmt keine Haftung für etwaige Verstöße, die durch die Nutzung der vom Kunden bereitgestellten Inhalte entstehen.
- Der Kunde stellt den Anbieter von jeglicher Haftung frei, die durch die Nutzung der vom Kunden bereitgestellten Inhalte entsteht, sofern diese gegen geltendes Recht verstoßen.
4.6. Technische Voraussetzungen
- Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass alle notwendigen technischen Voraussetzungen für die Leistungserbringung erfüllt sind (z. B. Zugriff auf Social-Media-Accounts, Werbetools oder Hosting-Umgebungen).
4.7. Geheimhaltungspflichten
- Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei nicht an Dritte weiterzugeben, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Zustimmung vor.
- Die Geheimhaltungspflicht gilt auch über die Dauer des Vertrags hinaus.
4.8. Kooperationspflichten
- Beide Parteien arbeiten eng zusammen, um den Erfolg der vereinbarten Maßnahmen sicherzustellen.
- Der Anbieter und der Kunde verpflichten sich zu einer offenen und transparenten Kommunikation.
4.9. Notfallkommunikation
- In dringenden Fällen (z. B. technische Probleme oder kritische Änderungen) verpflichtet sich der Kunde, innerhalb von 24 Stunden auf Anfragen zu reagieren.
5. Zahlungsbedingungen
5.1. Zahlungsmodalitäten
- Der Anbieter stellt dem Kunden Rechnungen für die vereinbarten Leistungen aus.
- Zahlungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung fällig.
5.2. Vorauszahlungen
- Bei größeren Projekten oder fortlaufenden Dienstleistungen kann eine Vorauszahlung in Höhe von [z. B. 50 %] des vereinbarten Honorars erforderlich sein. Diese ist vor Beginn der Leistungserbringung zu leisten.
5.3. Rechnungsstellung bei laufenden Leistungen
- Für wiederkehrende Leistungen (z. B. Social-Media-Betreuung) erfolgt die Rechnungsstellung monatlich im Voraus.
5.4. Kosten für Drittanbieter
- Kosten, die durch den Einsatz externer Plattformen oder Tools (z. B. Werbebudgets, Software-Lizenzen) entstehen, werden gesondert abgerechnet und sind vom Kunden direkt zu tragen.
5.5. Zahlungsverzug
- Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, die Leistung bis zum vollständigen Ausgleich der offenen Beträge einzustellen.
5.6. Währungsangaben und Steuerpflicht
- Alle Preise verstehen sich in Euro (€) und zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer.
5.7. Eigentumsvorbehalt
- Alle gelieferten Ergebnisse (z. B. Designs, Texte, Strategien) bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Anbieters. Der Kunde darf diese vor vollständiger Bezahlung nicht nutzen oder veröffentlichen.
5.8. Zusätzliche Leistungen
- Leistungen, die über den ursprünglich vereinbarten Umfang hinausgehen, werden gesondert berechnet. Der Kunde wird vor der Erbringung solcher Leistungen informiert und muss diese schriftlich bestätigen.
5.9. Erstattungen
- Bereits geleistete Zahlungen werden nicht erstattet, es sei denn, der Anbieter kann die vereinbarte Leistung aus Gründen, die in seiner Verantwortung liegen, nicht erbringen.
6. Vertraulichkeit und Datenschutz
6.1. Vertraulichkeitspflichten
- Beide Parteien verpflichten sich, alle vertraulichen Informationen, die im Rahmen der Zusammenarbeit ausgetauscht werden, streng vertraulich zu behandeln.
- Vertrauliche Informationen dürfen nur mit schriftlicher Zustimmung der jeweils anderen Partei an Dritte weitergegeben werden.
- Diese Verpflichtung gilt auch über die Beendigung des Vertrags hinaus.
6.2. Ausnahmen von der Vertraulichkeit
- Die Vertraulichkeitspflicht gilt nicht für Informationen, die:
a) öffentlich bekannt sind oder ohne Verletzung dieser Vereinbarung bekannt werden,
b) von einer anderen Quelle rechtmäßig bezogen wurden, ohne dass eine Vertraulichkeitspflicht verletzt wurde, oder
c) gesetzlich oder behördlich offengelegt werden müssen.
6.3. Datenschutz
- Der Anbieter verpflichtet sich, alle personenbezogenen Daten des Kunden gemäß den geltenden Datenschutzgesetzen (insbesondere der DSGVO) zu verarbeiten.
- Personenbezogene Daten werden nur im erforderlichen Umfang für die Vertragserfüllung verarbeitet und ohne Zustimmung des Kunden nicht an Dritte weitergegeben.
- Der Kunde hat das Recht, jederzeit Auskunft über die Verarbeitung seiner Daten zu verlangen, diese zu berichtigen, die Verarbeitung einzuschränken oder der Verarbeitung zu widersprechen.
6.4. Datensicherheit
- Der Anbieter trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen, um die Sicherheit der Daten des Kunden zu gewährleisten und unbefugten Zugriff zu verhindern.
6.5. Rückgabe oder Löschung von Daten
- Nach Beendigung des Vertrags wird der Anbieter alle vom Kunden bereitgestellten Daten entweder zurückgeben oder, auf Wunsch des Kunden, sicher löschen, sofern keine rechtlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
6.6. Unterauftragsverarbeitung
- Der Anbieter ist berechtigt, Unterauftragsverarbeiter einzusetzen, sofern diese zur Einhaltung der Datenschutzvorgaben verpflichtet werden. Der Kunde wird über den Einsatz von Unterauftragsverarbeitern informiert.
6.7. Benachrichtigung bei Datenschutzverletzungen
- Im Falle einer Datenschutzverletzung wird der Anbieter den Kunden unverzüglich informieren und geeignete Maßnahmen zur Schadensminimierung einleiten.
6.8. Anonymisierte Daten
- Der Anbieter darf anonymisierte Daten zur Verbesserung seiner Dienstleistungen oder für interne Analysen verwenden, sofern keine Rückschlüsse auf den Kunden möglich sind.
7. Haftung und Gewährleistung
7.1. Grundsatz der Haftung
- Der Anbieter haftet für Schäden, die durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten entstehen.
- Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesen Fällen ist die Haftung auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt.
7.2. Ausschluss der Haftung
- Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch die Nutzung der gelieferten Inhalte oder Dienstleistungen entstehen, insbesondere wenn:
a) der Kunde die Inhalte außerhalb des vereinbarten Rahmens verwendet,
b) Änderungen durch den Kunden oder Dritte vorgenommen werden, oder
c) externe Plattformen (z. B. Social-Media-Dienste) ausfallen oder ihre Algorithmen ändern.
7.3. Haftung für Rechtsverstöße
- Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung dafür, dass die bereitgestellten Inhalte keine Rechte Dritter verletzen und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.
- Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Rechtsverstöße, die durch die Nutzung der vom Kunden bereitgestellten Inhalte entstehen. Der Kunde stellt den Anbieter insoweit von jeglicher Haftung frei.
7.4. Haftung bei Datenverlust
- Der Anbieter haftet nicht für den Verlust von Daten, wenn der Schaden durch den Kunden hätte vermieden werden können (z. B. durch regelmäßige Sicherungen).
- Der Anbieter verpflichtet sich jedoch, angemessene Maßnahmen zur Datensicherung zu ergreifen.
7.5. Haftungsausschluss für Erfolgsversprechen
- Der Anbieter kann keinen bestimmten Erfolg (z. B. bestimmte Verkaufszahlen, Reichweitensteigerungen oder Kundenanfragen) garantieren, da dieser von externen Faktoren (z. B. Marktbedingungen, Zielgruppenverhalten) abhängt.
7.6. Gewährleistung
- Der Anbieter verpflichtet sich, alle vereinbarten Leistungen in fachgerechter Weise zu erbringen. Sollte es dennoch zu Mängeln kommen, wird der Anbieter diese innerhalb einer angemessenen Frist nachbessern.
- Der Kunde hat Mängel unverzüglich anzuzeigen und dem Anbieter Gelegenheit zur Nachbesserung zu geben.
7.7. Verjährung
- Ansprüche des Kunden wegen Mängeln der Leistung verjähren innerhalb von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt der Abnahme, sofern keine gesetzlich zwingenden Vorschriften etwas anderes bestimmen.
8. Kündigung
8.1. Ordentliche Kündigung
- Beide Parteien können den Vertrag unter Einhaltung der im Vertrag vereinbarten Kündigungsfrist ordentlich kündigen.
- Für die Social-Media-Betreuung gilt:
a) Während der 3-monatigen Testphase kann der Vertrag von beiden Parteien jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.
b) Nach der Testphase gilt eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten oder einem Jahr (je nach Vereinbarung). Eine Kündigung ist erst zum Ende der Mindestlaufzeit möglich und muss mit einer Frist von mindestens 1 Monat vor Ablauf schriftlich erfolgen.
c) Wird der Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert er sich automatisch um die vereinbarte Laufzeit.
8.2. Außerordentliche Kündigung
- Beide Parteien können den Vertrag aus wichtigem Grund außerordentlich kündigen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:
a) eine der Parteien ihre vertraglichen Pflichten erheblich verletzt und diese Verletzung trotz schriftlicher Aufforderung nicht innerhalb einer angemessenen Frist beseitigt,
b) der Kunde mit Zahlungen in Höhe von mehr als zwei Monatsrechnungen in Verzug ist, oder
c) Umstände eintreten, die die Fortsetzung des Vertrags für die kündigende Partei unzumutbar machen.
8.3. Folgen der Kündigung
- Im Falle einer außerordentlichen Kündigung sind alle bis dahin erbrachten Leistungen des Anbieters unverzüglich vom Kunden zu vergüten.
- Bei Kündigung während einer laufenden Kampagne hat der Kunde keinen Anspruch auf Rückerstattung bereits gezahlter Beträge. Laufende Kampagnen werden auf Wunsch des Kunden abgeschlossen oder sofort beendet.
8.4. Form der Kündigung
- Jede Kündigung bedarf der Schriftform. Kündigungen per E-Mail gelten als ausreichend, sofern der Zugang nachgewiesen werden kann.
8.5. Abwicklung nach Kündigung
- Nach Beendigung des Vertrags ist der Anbieter verpflichtet, dem Kunden alle im Rahmen des Vertrags bereitgestellten Daten und Materialien zurückzugeben, sofern diese nicht Eigentum des Anbieters sind.
- Der Anbieter ist berechtigt, bereits begonnene oder fertiggestellte Arbeiten anteilig in Rechnung zu stellen.
8.6. Zugang zu Plattformen
- Nach Beendigung des Vertrags wird der Zugriff des Anbieters auf alle Social-Media-Konten und Tools des Kunden deaktiviert, es sei denn, der Kunde wünscht eine Übergangsfrist.
8.7. Fortbestand bestimmter Verpflichtungen
- Die Vertraulichkeits- und Datenschutzverpflichtungen sowie die Regelungen zum Eigentumsvorbehalt bleiben auch nach Beendigung des Vertrags bestehen.
8.8. Rechtswirksamkeit der Kündigung
- Eine Kündigung wird wirksam, sobald sie der anderen Partei zugeht. Kündigungen per E-Mail gelten als zugegangen, wenn sie nachweislich an die angegebene E-Mail-Adresse versandt wurden.
9. Urheberrechte und Nutzungsrechte
9.1. Eigentum an erstellten Inhalten
- Alle vom Anbieter erstellten Inhalte (z. B. Designs, Texte, Videos, Strategien) bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Anbieters.
9.2. Übertragung von Nutzungsrechten
- Nach vollständiger Bezahlung überträgt der Anbieter dem Kunden die einfachen, nicht übertragbaren Nutzungsrechte an den erstellten Inhalten, sofern nichts anderes schriftlich vereinbart wurde.
- Die Übertragung der Nutzungsrechte erfolgt ausschließlich für die im Vertrag definierten Zwecke. Jede Nutzung, die darüber hinausgeht (z. B. Weiterverkauf, Veröffentlichung in anderen Medien), bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters.
9.3. Urheberrechtsschutz
- Der Anbieter behält sich das Recht vor, die erstellten Inhalte für Eigenwerbung und Referenzzwecke zu nutzen, es sei denn, der Kunde widerspricht schriftlich.
9.4. Rechte an Entwürfen und Konzepten
- Vorschläge, Entwürfe oder Konzepte, die vom Anbieter entwickelt und dem Kunden vorgelegt werden, bleiben geistiges Eigentum des Anbieters, sofern sie nicht ausdrücklich beauftragt und vergütet wurden.
9.5. Veränderungen durch den Kunden
- Jede Veränderung der vom Anbieter erstellten Inhalte ist nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters zulässig. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch eine unautorisierte Veränderung entstehen.
9.6. Haftung bei Rechtsverletzungen
- Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass bereitgestellte Materialien (z. B. Texte, Bilder, Videos) keine Rechte Dritter verletzen. Der Kunde stellt den Anbieter von jeglicher Haftung frei, die durch die Nutzung solcher Materialien entsteht.
9.7. Lizenzierung von Drittinhalten
- Sofern für die Leistungserbringung Inhalte von Drittanbietern verwendet werden (z. B. Stockfotos, Schriftarten), erhält der Kunde eine Nutzungslizenz im Rahmen des vereinbarten Projekts. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für eine weitergehende Nutzung durch den Kunden.
10. Schlussbestimmungen
10.1. Anwendbares Recht
- Für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und dem Kunden gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
10.2. Gerichtsstand
- Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist der Gerichtsstand der Sitz des Anbieters. Der Anbieter ist jedoch berechtigt, den Kunden an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
10.3. Salvatorische Klausel
- Sollte eine Bestimmung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Die Parteien verpflichten sich, eine neue Regelung zu vereinbaren, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
10.4. Änderungen und Ergänzungen
- Änderungen und Ergänzungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.
10.5. Nebenabreden
- Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.
10.6. Vorrang individueller Vereinbarungen
- Individuelle Vereinbarungen, die schriftlich getroffen wurden, haben Vorrang vor diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
10.7. Vertragssprache
- Die Vertragssprache ist Deutsch. Sofern Übersetzungen der AGB erstellt werden, dienen diese lediglich der Information und sind rechtlich nicht bindend.